Die kommenden Klimaproteste im September

Während sich ein rekordebrechender Sommer dem Ende neigt, bereitet sich die Klimaschutzbewegung auf einen September voller Großproteste vor. Und viele der geplanten Aktionen finden mehr oder weniger vor unserer Haustüre statt.

Mit dem von der Fridays-for-future Bewegung ausgerufenen globalen Klimastreik am 20.09. ist ein Meilenstein gesetzt. Doch schon die Woche davor wird es in Frankfurt Großproteste geben. Anlässlich der Internationalen Mobilausstellung (IAA) rufen zahlreiche Initiativen zu einem ganzen Protestwochenende auf.

Im folgenden ein allgemeiner Überblick über die geplanten Aktionen und darüber, was sich in Aschaffenburg dazu bewegt.

 


 

13. – 15.09.: Mobilisierungen gegen die IAA in Frankfurt

#aussteigen

Am Samstag den 14.09. findet eine überregionale Sternfahrt nach Frankfurt statt. Mit der Aktion #aussteigen sind Fahrradkorsos aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet geplant, um vor die Tore der IAA zu fahren. Ein Fahrradkorso startet in Aschaffenburg. Die Organisator*innen sprechen sich für eine umfassende Verkehrswende aus, was natürlich auch bedeutet: Raus aus dem Verbrennungsmotor! Und genau das macht die IAA als Protestort interessant, zumal die Ausstellung am 14.09. für Besucher*innen geöffnet und dementsprechend große Öffentlichkeit vorhanden ist. 

In sieben Hauptrouten werden sich Radfahrende gemeinsam auf den Weg machen. Ab Frankfurt soll die Zufahrt über gesperrte Autobahnen erfolgen.

Infos zur geplanten Aktion gibt es auf www.iaa-demo.de

 

Sand im Getriebe

Unter dem Motto „Sand im Getriebe“ mobilisiert ein breites Bündnis für Sonntag den 15.09. zu einem Tag des zivilen Ungehorsams gegen die IAA.

Laut Veranstalter stellt die IAA „ihr klima- und umwelt-zerstörerisches Verkehrssystem von Gestern aus.“

Diese Show wollen sie entlarven als „Profitgier auf dem Rücken der Ärmsten und zukünftiger Generationen.“ Und meinen: „Es ist höchste Zeit, dem Automobilismus Sand ins Getriebe zu streuen!“

Mit einer öffentlich angekündigten Aktion zivilen Ungehorsams soll die IAA blockiert werden. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des Aktionsbündnis sand-im-getriebe.mobi

 

Globaler Klimastreik

Für Freitag den 20.09. ruft die Fridays-for-future Bewegung zu einem globalen Klimastreik auf. Der Aufruft richtet sich „an jede Generation – an Kolleg*innen und Arbeitgeber*innen, an Eltern und Nachbar*innen, an Kolleg*innen und Angestellte, an Lehrer*innen und Wissenschaftler*innen, Sportler*innen und Arbeitssuchende, Kreative und Auszubildende – an alle“.

Der 20. September soll „zum größten globalen Klimastreik aller Zeiten“ werden. Wie genau die Proteste aussehen sollen, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Infos zu den geplanten Aktionen gibt es auf fridaysforfuture.de/allefuersklima

 

 

 

Und was geht in Aschaffenburg?

Für die Sternfahrt zur IAA-Demo am 14.09. gibt es sieben Hauptrouten. Eine davon beginnt in Aschaffenburg.

Um 09:10 Uhr starten Radler*innen an der Großmutterwiese um dann über Mainaschaff nach Kleinostheim in Richtung Mainflingen zu starten. Von dort geht es weiter nach Seligenstadt über Offenbach bis zur Frankfurter Messe. Dort ist die Ankunftszeit aller Routen für 14:30 Uhr geplant.

Mögliche Zeit- und Routenänderungen sind zu berücksichtigen. Es lohnt einen regelmäßigen Blick auf die Seite iaa-demo.de/sternfahrt um potentielle Änderungen rechtzeitig zu erfahren.

Gemeinsame Anfahrtstreffpunkte zur Aktion Sand im Getriebe sind uns Stand heute nicht bekannt.

Am 20.09., dem globalen Klimastreiktag, wird ein Bündnis verschiedener Initiativen die von fridaysforfuture Aschaffenburg geplante Demonstration unterstützen. Die Beteiligten planen neben der Teilnahme an der Demonstration, welche wie üblich um 12 Uhr beginnen soll, zahlreiche Infostände am Nachmittag, die sich über die Innenstadt verteilen sollen. Enden soll der Aktionstag mit einer abendlichen Party, worüber aber noch keine Details bekannt sind.

Auf Initiative der Interventionistischen Linken Aschaffenburg befindet sich zusätzlich eine Critical Mass Aktion in der Vorbereitung. Dabei wollen sich Klimaaktivist*innen bereits in den Morgenstunden mit einem Fahrradkorso in den Berufsverkehr begeben um diesen temporär zu blockieren.

Unter dem Motto „system change – not climate change“ soll damit nicht nur auf die voranschreitende Klimakrise hingewiesen sondern auch vermittelt werden, dass es einer radikalen Veränderung der Verhältnisse bedarf, wenn es auch in Zukunft ein erträgliches Klima geben soll. Aus dem Vorbereitungskreis heißt es dazu: „Die Antwort auf die Klimakrise muss eine gesamtgesellschaftliche sein. Wir alle sind gefordert und dürfen diese keinesfalls Industrie, Wirtschaft und dem herrschenden Politapparat überlassen.“

Mit der Aktion soll auch der bereits von der Kommunalen Initiative (KI) eingereichte Stadtratsantrag zur Ausrufung des Klimanotstands unterstützt, sowie eine dringend notwendige Verkehrswende eingefordert werden. Dafür sei ein „Zurückdrängen des motorisierten Individualverkehrs zugunsten von Fuß- und Radverkehr, bei gleichzeitigem Ausbau des ÖPNV in Stand und Umland“ nötig.

Starten soll die Aktion bereits am frühen Morgen. Die Organisator*innen wollen dazu Ende August weitere Informationen veröffentlichen.

An der Aktion Interessierte können sich bereit schon jetzt per Email an die IL wenden um in die weitere Vorbereitung mit einzusteigen.

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