Solidarität mit #BlackLivesMatter

Support #BlackLivesMatter! Ein Aufruf der IL Aschaffenburg

Der entsetzliche Mord an George Floyd durch rassistische Polizisten löste in den USA eine riesige Welle antirassistischen Protests aus. Die #BLM-Bewegung ist mit Wucht zurück auf der Straße. Nach den ersten Nächten des Zorns und der Riots, ebbt der Protest auch nach 10 Tagen nicht ab. Im Gegenteil, er dehnt sich weit über die USA hinaus, zehntausende demonstrieren auch in europäischen Städten gegen Polizeigewalt und Rassismus.

Rassismus hat System – das System ist rassistisch. Ob (neo)koloniale Ausbeutung von Arbeitskraft unter miesesten Produktionsbedingungen, Plünderung von natürlichen Ressourcen und imperialstische Kriege – bis heute ist die Geschichte des Kapitalismus durch rassistisch motivierte Ausbeutung und Unterdrückung geprägt. Die strukturell bedingten, derzeit gern reflektierten, Privilegien der weißen/westlichen Gesellschaften fallen nicht vom Himmel, sondern sind Ergebnis menschengemachter Politik. Wer Rassismus bekämpfen will, muss die Bedingungen verändern untern denen er entsteht. Und natürlich an der Seite derer stehen, die alltäglich betroffen und gefährdet sind.

Die Auseinandersetzungen um die rassistischen Motive und Strukturen der US-amerikanischen Polizei versuchen die Behörden und Trump-nahe Medien mit dem Diskurs um das „looting“ abzuwehren. Sie suchen die Verantwortung für die Situation im Bundesstaat Minnesota bei den Protestierenden selbst. Man kritisiert die Gewalt und den Zorn der Schwarzen Community, um von dem eigentlichen, jedoch nicht zu kaschierenden Problem abzulenken: der immer noch prägende Rassismus in der Gesellschaft. Auf dieses Verschieben der gesellschaftlichen Verantwortung und Deligitmieren von Protest antwortete schon James Baldwin im Jahr 1968: „After all, you’re accusing a captive population who has been robbed of everything of looting. I think it’s obscene.“

Trump sucht durch Einsatz der Sicherheitskräfte nun die gesellschaftliche Ordnung wiederherzustellen. Oder schlimmeres. Aber das Zurück zum ‚’law and order’ ist bereits das Problem. Echter gesellschaftlicher Frieden kann nur in einer Gesellschaft entstehen, die sich ihrer rassistischen Polizei entledigt hat.

Wir schließen uns den Forderungen der Proteste in den USA an und fordern Gerechtigkeit für George Floyd und seine Angehörigen. Solidarität mit den antirassistischen Protesten in den Staaten heißt für uns hier als Linke ebenso, die Morde der deutschen Polizei anzuklagen: Halim Dener, Laye Condé, Mareame Sarr, Oury Jalloh, Amad Ahmad und viele andere wurden ebenso von einer rassistischen Polizei um ihr Leben gebracht. Deutschland und die anderen EU-Staaten lassen nach wie vor tausende Geflüchtete unter menschenunwürdigen Umständen in Lagern dahinvegetieren oder im Mittelmeer ertrinken.

Fight Racism!

Kommt zur Kundgebung von AFKA e.V. und SJR Aschaffenburg am 06.06.2020 um 14 Uhr auf dem Theaterplatz!

#BlackLivesMatter

#NoJusticeNoPeace

#SayTheirNames

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